Zeitungsartikel zum Thema Verkehrssicherheit in der Gemeinde Meikirch

Avatar of SP MeikirchSP Meikirch - 31. Januar 2019 - Medienmitteilung

BZ-Artikel vom 31. Januar 2019 zum Thema "Verkehrssicherheit in der Gemeinde Meikirch"

Am 31. Januar 2019 erschien in der Berner Zeitung BZ folgender Artikel zu  Thema Verkehrssicherheit in der Gemeinde Meikirch:

Mehr Sicherheit für Fussgänger 
Meikirch
Der Gemeinderat setzt die Verkehrssicherheit auf die Liste der Topthemen. Auslöser ist unter anderem ein spektakulärer Verkehrsunfall. Der Kanton entschärft zwei neuralgische Stellen.

Donnerstag 31. Januar 2019 09:53 von Hans-Ulrich Schaad, (Berner Zeitung)

Ein Auto steckt in einer Hauswand. Dieses Bild bot sich im letzten August im Zentrum von Meikirch. Das Fahrzeug hatte in rasanter Fahrt die Kurve bei der Käserei-Kreuzung verfehlt und krachte in die Mauer. Die betroffene Familie Ulrich reichte in der Folge eine Petition ein. Darin verlangten über 600 Personen, dass die Käserei-Kreuzung an der Hauptstrasse entschärft wird. So habe das Trottoir keinen Randstein mit Absatz, erzählt Therese Ulrich. Sie beobachte regelmässig, wie Autofahrer die Kurve unterschätzen und auf das Trottoir ausweichen, einen Schulweg. Das mache ihr Angst, wenn man nicht einmal auf dem Trottoir sicher sei, ergänzt Therese Ulrich.

Antwort unbefriedigend

Der Gemeinderat nahm das Anliegen auf, leitete es an den Kanton weiter und forderte konkrete Verbesserungen. Mit der Stellungnahme des Kantons war der Gemeinderat nicht zufrieden. Sie sei «zu wenig konkret und beinhaltet kaum zielführende Massnahmen», schrieb der Gemeinderat in seinen News.

Auch die lokale SP nahm das Thema Verkehrssicherheit auf und organisierte einen Diskussionsabend. Daraus resultierte ein Grundlagenpapier, wie die SP das über 40-seitige Dokument nennt. Es ist eine Aufzählung mit sicheren und gefährlichen Orten in der Gemeinde sowie von Vorschlägen, wie die Probleme behoben werden könnten. Dazu gehören etwa Tempo-30-Zonen, angepasste Signalisationen oder neue Trottoirs und Fussgängerstreifen.

Nicht nur Pflästerlipolitik

Karin Fisli, Co-Präsidentin der Partei und Grossrätin, betont, dass es kein Papier der SP, sondern eines der Bevölkerung sei. Am Anlass hätten rund 40 Personen teilgenommen, was sie als hohe Beteiligung werte. In der Einleitung des Papiers ist erwähnt, dass die Sicherheit der Verkehrswege in der Gemeinde Meikirch ungenügend sei. Die Hauptforderung ist, dass ein Gesamtkonzept ausgearbeitet, umgesetzt und nicht nur Pflästerlipolitik betrieben werde, betont Karin Fisli und fügt an: «Wir wollen mit der Gemeinde zusammenarbeiten.»

Ein Top-Ten-Thema

Der Gemeinderat hat das Grundlagenpapier an der ersten Sitzung 2019 behandelt. Er hat die Kommission Gemeindebetriebe beauftragt, gestützt auf das SP-Dokument ein Konzept auszuarbeiten mit dem Fokus auf der Schulwegsicherheit. Und der Gemeinderat hat die Verkehrssicherheit in die Liste der Top-Ten-Themen aufgenommen. 

Im Vorwort der «Mechiuche-Zytig» von Ende 2018 schreibt Gemeindepräsident Kurt Wenger (SVP), «nötige Verbesserungen möglichst rasch anzugehen beziehungsweise bei höheren Instanzen einzufordern». Zunächst werde jetzt die Kommission ihre Arbeit ausführen und Lösungsansätze auch für die Kantonsstrassen in Zusammenarbeit mit der Kreisoberingenieurin suchen. Weiter will sich der Gemeinderat während der laufenden Arbeiten nicht zur bisherigen Haltung des Kantons äussern.

Noch in diesem Jahr

Die Ortsdurchfahrt von Meikirch sei nicht gefährlich, erklärt Kreisoberingenieurin Claudia Christiani. Als Grundlage für diese Einordnung ziehe der Kanton 16 Kriterien bei, darunter die Unfallstatistik. «Vor dem Ereignis im letzten August sind während zehn Jahren kaum Unfälle registriert worden.»

In Meikirch gebe es aber zwei Stellen mit ungenügender Übersicht für die Fussgänger: die Übergänge beim Bären und bei der Postautohaltestelle Käserei. Diese beiden neuralgischen Stellen würden in einem Projekt bearbeitet, das im Februar öffentlich aufgelegt werde. Die Bushaltestelle wird auf die Fahrbahn verlegt, um das gefährliche Überholen des wartenden Busses zu unterbinden. Die Fussgängerquerung beim Bären erhält eine Mittelinsel. Dieses Projekt soll noch in diesem Jahr umgesetzt werden, ergänzt Christiani. Weitere Massnahmen würden überprüft.

Kreisoberingenieurin Claudia Christiani ist es wichtig, mit den Verantwortlichen der Gemeinde Meikirch Lösungen für eine höhere Verkehrssicherheit umzusetzen. Aber gerade der Unfall vom August zeige, so Christiani, wie alle Bemühungen limitiert seien, wenn Autofahrende sich nicht an die Regeln halten sowie mit unangepasster Geschwindigkeit unterwegs sind.

Quelle: Berner Zeitung

Donnerstag 31. Januar 2019 09:53 von Hans-Ulrich Schaad, (Berner Zeitung)

Das Postauto soll bei der Käserei zukünftig auf der Fahrbahn anhalten. (Bild: Raphael Moser)

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